Im Dickicht der kulturellen Übersetzung – Der Wald in französischen Texten des 19. Jahrhunderts und eine Nachlese bei Ruben
摘要
In der Schauerliteratur Dumas’, Mérimées, aber auch noch bei Ruben, wird der Wald im Sinne einer Problematisierung kultureller Alterität als eine Reprise Ecos resignifiziert. Der Wald trägt entscheidend zur Rahmung des Geschehens bei, markiert er doch in besonderer Weise ein unzugängliches Gelände im Grenzgebiet, das auf nicht zu lösende Grenzkonflikte und kulturelle Differenzen verweist. Während der Vampir bei Dumas und Mérimee als Grenzgänger zwischen den Zeiten, den geographischen Räumen und unterschiedlichen Kulturen eine Figur ist, diese Übergänge zu reflektieren, so dient der Wald dazu, die Schwierigkeit kultureller Verständigung und Übersetzbarkeit zu spiegeln. Diese Problematik kultureller Verständigung findet sich auch in Rubens Roman, der sie im Kontext eines neu zu ordnenden Europa an seinen Rändern problematisiert. Zeichen müssen, so legen es die Texte am Beispiel ihrer Waldinszenierungen nahe, erst einmal dekodiert und entziffert werden, soll ein erfolgreicher Dialog zwischen den Kulturen etabliert werden.