Jonathan Meese – Ameise und Sokrates der Kunst
摘要
Der Beitrag zeigt, dass auch in der modernen Kunstszene von einer immerwährenden Antike gesprochen werden kann. Dafür untersucht er die Selbstbeschreibungs- und Selbstinszenierungsstrategien des deutschen Gegenwartskünstlers Jonathan Meese vor dem Hintergrund einer sokratisch-platonischen Folie. Unter den Gesichtspunkten der Justiziabilität programmatischer Verhaltensweisen sowie anhand von zentralen Motiven des Spiels und der Ironie belegt er in einem eingehenden Vergleich der beiden „nicht Verortbaren“ (ἄτοποι), dass es sich bei Jonathan Meese als der selbsternannten „Ameise der Kunst“ auch um eine Neuauflage der berühmten „Bremse der Philosophie“ aus Athen handelt.