Über philosophische Implikationen von Blumenkohl und Stadtbränden
摘要
Die Studie geht der Verschmelzung und Hybridisierung verschiedenster antiker wie nachantiker Werke in Walter Moers’ Die Stadt der Träumenden Bücher nach und ergründet dabei auch die prima facie verblüffenden philosophischen Implikationen von Blumenkohl und Stadtbränden in diesem Text. Anhand einzelner Elemente der Antikenrezeption in Moers’ Roman(en) zeigt die Untersuchung, dass Verweise auf die Antike bei Moers ganz unterschiedlich funktionalisiert werden können: Während sich Die Stadt der Träumenden Bücher vordergründig als Abenteuerroman präsentiert, handelt es sich doch um einen Entwicklungsroman, der insgesamt an die Verlaufsform des strukturbildenden Labyrinths angelehnt ist. Dabei entpuppt sich der gesamte Roman als Bricolage des Labyrinthmythos, wobei – getreu der rhizomatischen Variante des Labyrinths – vielfältige versteckte Verweise auf Werke der trivialsten Populär- sowie der entlegensten Hochkultur dem gesamten Roman für den lector doctissimus Tiefe verleihen.