Kraft ist eine elementare Grundlage für jede Bewegung des Menschen und somit fundamentale Basis sportlicher Handlungskompetenzen. Das vorliegende Kapitel liefert einen Überblick über Bedeutung und Erscheinungsformen der Kraft, über biologische Grundlagen des Krafttrainings, über Anpassungsvorgänge, Trainingsmethoden und Belastungsdosierung sowie über konkrete Trainingsbeispiele. Krafttraining dient gleichermaßen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wie auch zur Verletzungsprophylaxe und schafft zugleich Selbstvertrauen und ästhetische Zufriedenheit. Die Kraft basiert auf verschiedenen Erscheinungsformen (z. B. Maximalkraft und Schnellkraft) und Kontraktionsformen der Muskulatur (z. B. exzentrisch, isometrisch, konzentrisch), die für die Sportpraxis je nach Disziplin von unterschiedlicher Bedeutung sind. Grundlegende biologische Kenntnisse zum Verständnis von Kraft und Krafttraining beziehen sich unter anderem auf den Aufbau der Muskulatur, die Muskelarchitektur, das Muskelfaserspektrum, die neuromuskuläre Signalübertragung und den Vorgang der Muskelkontraktion. Neben den klassischen Trainingsmethoden zur Verbesserung der Maximalkraft, wie dem Hypertrophietraining und dem IK-Training, existieren zahlreiche weitere ergänzende und innovative Trainingsmethoden. Exemplarisch sei hier das Vibrationskrafttraining, das exzentrische Überlast-Training und das Okklusions- (bzw. besser Blutflussreduktionstraining) genannt. Alle Trainingsinterventionen bewirken Anpassungsmechanismen (Reaktionen und Adaptationen) auf teils verschiedenen physiologischen Funktionsebenen, einschließlich Veränderungen auf zellulär-molekularer Ebene. Es gilt, die Trainingsformen und Belastungsnormative in Abhängigkeit der Zielsetzung so zu wählen und zu strukturieren, dass die angestrebten Anpassungen resultieren. Hierzu wird eine Auswahl konkreter Trainingsbeispiele strukturiert nach allgemeinen Trainingszielen vorgestellt (Abb. 4.1). Zudem werden Trainingsprogramme mit unterschiedlicher Zielsetzung als Strukturierungsbeispiele gegeben (Tab. 4.6, 4.7 und 4.8).

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Krafttraining

  • Jo-Lâm Vuong,
  • Christian Raeder,
  • Thimo Wiewelhove

摘要

Kraft ist eine elementare Grundlage für jede Bewegung des Menschen und somit fundamentale Basis sportlicher Handlungskompetenzen. Das vorliegende Kapitel liefert einen Überblick über Bedeutung und Erscheinungsformen der Kraft, über biologische Grundlagen des Krafttrainings, über Anpassungsvorgänge, Trainingsmethoden und Belastungsdosierung sowie über konkrete Trainingsbeispiele. Krafttraining dient gleichermaßen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wie auch zur Verletzungsprophylaxe und schafft zugleich Selbstvertrauen und ästhetische Zufriedenheit. Die Kraft basiert auf verschiedenen Erscheinungsformen (z. B. Maximalkraft und Schnellkraft) und Kontraktionsformen der Muskulatur (z. B. exzentrisch, isometrisch, konzentrisch), die für die Sportpraxis je nach Disziplin von unterschiedlicher Bedeutung sind. Grundlegende biologische Kenntnisse zum Verständnis von Kraft und Krafttraining beziehen sich unter anderem auf den Aufbau der Muskulatur, die Muskelarchitektur, das Muskelfaserspektrum, die neuromuskuläre Signalübertragung und den Vorgang der Muskelkontraktion. Neben den klassischen Trainingsmethoden zur Verbesserung der Maximalkraft, wie dem Hypertrophietraining und dem IK-Training, existieren zahlreiche weitere ergänzende und innovative Trainingsmethoden. Exemplarisch sei hier das Vibrationskrafttraining, das exzentrische Überlast-Training und das Okklusions- (bzw. besser Blutflussreduktionstraining) genannt. Alle Trainingsinterventionen bewirken Anpassungsmechanismen (Reaktionen und Adaptationen) auf teils verschiedenen physiologischen Funktionsebenen, einschließlich Veränderungen auf zellulär-molekularer Ebene. Es gilt, die Trainingsformen und Belastungsnormative in Abhängigkeit der Zielsetzung so zu wählen und zu strukturieren, dass die angestrebten Anpassungen resultieren. Hierzu wird eine Auswahl konkreter Trainingsbeispiele strukturiert nach allgemeinen Trainingszielen vorgestellt (Abb. 4.1). Zudem werden Trainingsprogramme mit unterschiedlicher Zielsetzung als Strukturierungsbeispiele gegeben (Tab. 4.6, 4.7 und 4.8).