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Albert Hofmanns Weg zum psychotogenen LSD

  • Frank Petersen

摘要

Als Henry Dale gefragt wurde, wer die Isolierung des wasserlöslichen, mysteriösen Wirkstoffs aus den Keulenkopf-Sklerotien angehen könne, dachte er gleich an seinen langjährigen Kollegen und Chefchemiker Harold Ward Dudley (1887–1935) am National Institute for Medical Research. Er kannte ihn bestens von gemeinsamen Forschungsarbeiten zu Histamin, Acetylcholin und Insulin, bei denen Dudley harte Nüsse zu knacken gehabt hatte. 1932 machten sich Dudley und Chassar Moir an die Arbeit und ließen sich von Kritik und Skepsis an Moirs klinischen Studienergebnissen nicht beirren, die nach seiner Publikation laut geworden waren. Sie mussten flink sein, denn es waren ihnen gleich drei exzellente Wissenschaftsgruppen in Chicago, Baltimore und Basel auf den Fersen. Sehr bald erkannten die beiden Briten, dass sie bei ihren Planungen die Bedarfsmengen an Sklerotien viel zu niedrig angesetzt hatten. So waren sie immer wieder gezwungen, die Isolierungsarbeiten zu unterbrechen, weil ihre Mutterkornvorräte erschöpft waren. Die lähmenden Wartezeiten bis zur Anlieferung neuer Sklerotien, die aus Spanien nur stockend eintrafen, waren kaum zu ertragen. In diesen Phasen fragten sie sich bangend, wo die Konkurrenzgruppen wohl stünden, deren Atem sie von Anfang an im Nacken spürten. Waren die Schweizer und US-Amerikaner schon an ihnen vorbeigezogen oder hatten sie ihren kleinen Vorsprung verteidigen können?