Die Enträtselung der Brand- und Krampfseuche: ein Fanal für die Antoniter, ein Dilemma für die Mutterkornarznei in der Heilkunde
摘要
Die traditionelle Medizin Chinas und Griechenlands kannte eine Süßgrasmedizin, die sehr wahrscheinlich auf den pharmakologischen Wirkungen der Ergotalkaloide beruhte. Aber erst in der europäischen Arzneimittelkunde des 15. Jahrhunderts taucht das Mutterkorn als eigens aufgeführter Bestandteil einer Rezeptur auf (Abb. 3.1). Ein Pulver aus Lorbeer-, Weißwurzel und Roggenmutter (= Mutterkorn), das mit warmem Wein eingenommen werden sollte, um Unterleibs- oder Gebärmutterbeschwerden zu lindern, wurde 1474 in einer Nürnberger Handschrift erwähnt: