Die Kindernotfallmedizin stellt eine anspruchsvolle Disziplin innerhalb der Notfallmedizin dar, da Notfallsanitäter und Notärzte in der Regel nur eine begrenzte pädiatrische Erfahrung aufweisen. Somit sind erweiterte Maßnahmen im Kindesalter herausfordernd und müssen an die individuellen Bedürfnisse des Kindes in der Akutsituation sowie der Lage vor Ort angepasst werden. Die notwendige Expertise und die zugehörigen praktischen Skills sind in beiden Fällen nur in der innerklinischen Versorgung und Simulation zu erlangen, da Kindernotfälle im Allgemeinen selten sind. Sie machen ca. 4–10 % aller Rettungsdiensteinsätze in Deutschland aus, wobei deren Anteil bei Luftrettungseinsätzen höher liegt [1–3]. Eine Münchener Studie aus dem Jahr 2021 zeigte anhand von ca. 49.000 Kindernotfällen, dass nur 5,5 % der Kinder mit der Sichtungskategorie 1 eingewiesen wurden und ca. 3,1 % eine unmittelbare intensivmedizinische Versorgung bedurften [4]. Dies bedeutet, dass die überwiegende Mehrzahl (94,5 %) der Kinder im Rettungsdienst nicht vital bedroht sind, aber wenn sie es sind, auch unmittelbar eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Hieraus lassen sich zwei Fragen ableiten:

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Einleitung in die erweiterten Maßnahmen in der Kindernotfallmedizin

  • Emmanuel Schneck

摘要

Die Kindernotfallmedizin stellt eine anspruchsvolle Disziplin innerhalb der Notfallmedizin dar, da Notfallsanitäter und Notärzte in der Regel nur eine begrenzte pädiatrische Erfahrung aufweisen. Somit sind erweiterte Maßnahmen im Kindesalter herausfordernd und müssen an die individuellen Bedürfnisse des Kindes in der Akutsituation sowie der Lage vor Ort angepasst werden. Die notwendige Expertise und die zugehörigen praktischen Skills sind in beiden Fällen nur in der innerklinischen Versorgung und Simulation zu erlangen, da Kindernotfälle im Allgemeinen selten sind. Sie machen ca. 4–10 % aller Rettungsdiensteinsätze in Deutschland aus, wobei deren Anteil bei Luftrettungseinsätzen höher liegt [1–3]. Eine Münchener Studie aus dem Jahr 2021 zeigte anhand von ca. 49.000 Kindernotfällen, dass nur 5,5 % der Kinder mit der Sichtungskategorie 1 eingewiesen wurden und ca. 3,1 % eine unmittelbare intensivmedizinische Versorgung bedurften [4]. Dies bedeutet, dass die überwiegende Mehrzahl (94,5 %) der Kinder im Rettungsdienst nicht vital bedroht sind, aber wenn sie es sind, auch unmittelbar eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Hieraus lassen sich zwei Fragen ableiten: