Einheit, Dualität und Selbstoffenbarung. Schellings prinzipientheoretische Bestimmung Gottes und des Absoluten in der Freiheitsschrift, den Weltaltern und der Erlanger Vorlesung
摘要
Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Einheit, Dualität und Selbstoffenbarung im Blick auf Schellings Bestimmung Gottes und des Absoluten in der Freiheitsschrift und den Weltaltern bis zur Erlanger Initia-Vorlesung von 1821. Dabei wird gezeigt, dass die Figur der Selbstoffenbarung in dieser Phase Schellings prominenteste systematische Option darstellt, um die zentrale Frage nach dem Übergang von Einheit zu Zweiheit zu realisieren. Diese Grundfigur wird in ihren verschiedenen Varianten entfaltet: Die Freiheitsschrift setzt direkt mit einer Bestimmung Gottes ein, aus der sich der Impuls zur Selbstoffenbarung ergibt, die aber im Absoluten selbst (als Ungrund) an ihre Grenze kommt. In den Weltaltern hingegen leitet das Motiv der Selbstoffenbarung die Entwicklung der Vorgeschichte Gottes. Die Erlanger Initia-Vorlesung schließlich zeigt, dass die Figur auch in problematischer Gestalt erscheint, sofern das sich offenbarende Absolute sich zunächst in seine eigene Verkehrung verliert.