Theapháneia. Erscheinungen der weiblichen Gottheit bei Schelling von Samothrake (1815) bis Philosophie der Mythologie (ca. 1842)
摘要
Schellings Überzeugung, die im Polytheismus fortschreitende Entwicklung der Gottheit sei von einem Weiblichwerden des Gottes bestimmt, führt zu einer seiner bemerkenswertesten Thesen. Diese Idee des Weiblichwerdens war lange in Vorbereitung, zumindest seit Schellings Naturphilosophie, und sie reicht bis zu seiner Philosophie der Mythologie. Hauptstationen dieser Entwicklung sind (1) die erste Fassung der Weltalter (1811), (2) der Samothrake-Vortrag (1815), (3) die Erlanger Vorlesung (1821) und (4) die Philosophie der Mythologie (1842). Doch Schellings Behandlung der Göttin Axieros-Demeter, die sich als gleichzeitig furchtbar und fruchtbar zeigt, gleichzeitig zornig und sehnsüchtig-trauernd, lässt die Frage nach der Qualität der Weiblichkeit der Gottheit radikal offen.