Die paradigmenorientierte Didaktik des Psychologieunterrichts strukturiert die Inhalte des Unterrichtsfachs nach fünf wissenschaftstheoretisch abgeleiteten Paradigmen: der Tiefenpsychologie, dem Behaviorismus, dem Kognitivismus, der Ganzheitspsychologie sowie der Psychobiologie. Die Paradigmen lassen sich in ihren jeweiligen Grundannahmen, den zentralen Phänomenen und Theorien, in ihrem methodischen Vorgehen sowie ihren Menschenbildannahmen unterscheiden. Die Schüler*innen erfahren im Psychologieunterricht, dass psychologische Phänomene aus unterschiedlichen Paradigmen heraus verschieden erklärt werden können. Diese Multiperspektivität auf psychologische Phänomene soll bei Schüler*innen eine Pluralitätskompetenz fördern, die mit einer kritisch-reflexiven Haltung zur Wissenschaft Psychologie einhergeht, da die historische Entwicklung, das jeweilige Potenzial, aber auch die Grenzen der Paradigmen ebenfalls Gegenstand des Unterrichts sind. Im Beitrag stellen wir die Hintergründe (Abschn. 2.2), die geschichtliche Herleitung und Idee der Paradigmenorientierung (Abschn. 2.3) sowie die einzelnen Paradigmen (Abschn. 2.4) dar. Im zweiten Teil des Kapitels diskutieren wir die Implikationen für die Gestaltung von Psychologieunterricht (Abschn. 2.5) und zeigen an einer Unterrichtsreihe zur Social-Media-Nutzung eine Möglichkeit zur Einführung der Paradigmen im Psychologieunterricht auf (Abschn. 2.7). Zuletzt diskutieren wir die Paradigmenorientierte Didaktik im Hinblick auf mögliche Weiterentwicklungen (Abschn. 2.8).

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Paradigmenorientierte Didaktik des Psychologieunterrichts

  • Justine Patrzek,
  • Christine Schreiber

摘要

Die paradigmenorientierte Didaktik des Psychologieunterrichts strukturiert die Inhalte des Unterrichtsfachs nach fünf wissenschaftstheoretisch abgeleiteten Paradigmen: der Tiefenpsychologie, dem Behaviorismus, dem Kognitivismus, der Ganzheitspsychologie sowie der Psychobiologie. Die Paradigmen lassen sich in ihren jeweiligen Grundannahmen, den zentralen Phänomenen und Theorien, in ihrem methodischen Vorgehen sowie ihren Menschenbildannahmen unterscheiden. Die Schüler*innen erfahren im Psychologieunterricht, dass psychologische Phänomene aus unterschiedlichen Paradigmen heraus verschieden erklärt werden können. Diese Multiperspektivität auf psychologische Phänomene soll bei Schüler*innen eine Pluralitätskompetenz fördern, die mit einer kritisch-reflexiven Haltung zur Wissenschaft Psychologie einhergeht, da die historische Entwicklung, das jeweilige Potenzial, aber auch die Grenzen der Paradigmen ebenfalls Gegenstand des Unterrichts sind. Im Beitrag stellen wir die Hintergründe (Abschn. 2.2), die geschichtliche Herleitung und Idee der Paradigmenorientierung (Abschn. 2.3) sowie die einzelnen Paradigmen (Abschn. 2.4) dar. Im zweiten Teil des Kapitels diskutieren wir die Implikationen für die Gestaltung von Psychologieunterricht (Abschn. 2.5) und zeigen an einer Unterrichtsreihe zur Social-Media-Nutzung eine Möglichkeit zur Einführung der Paradigmen im Psychologieunterricht auf (Abschn. 2.7). Zuletzt diskutieren wir die Paradigmenorientierte Didaktik im Hinblick auf mögliche Weiterentwicklungen (Abschn. 2.8).