Frühneuzeitliche Übersetzungsforschung aus intersektionaler Perspektive. Eine Bilanz
摘要
In dem Fazit wird der Ertrag eines intersektionalen Ansatzes für die vergleichende Übersetzungsforschung resümierend bewertet. Die Herausgeberin vertritt die These, dass die Intersektionalitätstheorie selbst zum Gegenstand kultureller Übersetzung geworden ist und eine neue analytische Sensibilität für die Verschiebung von Machtdifferenzen und Identitätskonstruktionen durch Übersetzungsprozesse geweckt hat. Sie identifiziert gender als intersektionale Leitkategorie, unterscheidet verschiedene Ebenen einer intersektionalen Übersetzungsanalyse und stellt wichtige Übersetzungsstrategien der Marginalisierung vor, zu denen Domestizierung und Eliminierung, Maskulinisierung und Feminisierung, Normativierung und Sexualisierung, Pervertierung und Rassifizierung gehören. Insgesamt zieht die Herausgeberin eine positive Bilanz und meint, dass sich die intersektionale Übersetzungsanalyse von der Frühen Neuzeit auf andere Epochen übertragen lässt.