Gläubigerbeteiligung in der Krankenhauskrise
摘要
Der Beteiligung der Gläubiger kommt in der Krise des Krankenhausträgers eine entscheidende Bedeutung zu. Von der Unterstützung der Gläubiger wird häufig der Erfolg der gesamten Sanierung abhängen. Dabei kann eine Unterstützung durch entsprechende finanzielle Maßnahmen, wie z. B. Stundung oder Forderungsverzicht oder sogar der Gewährung neuer Kredite erfolgen. Eine Unterstützung ist aber auch durch Anpassung oder Beendigung bestehender Verträge möglich. Während im Falle einer Insolvenz bestimmte Beiträge gegen den Willen einzelner Gläubiger durchsetzbar sind (z. B. Forderungsverzicht, soweit die Forderung die Insolvenzquote übersteigt, oder Beendigung von beidseitig noch nicht vollständig erfüllten Verträgen), können jegliche Maßnahmen im Falle einer außergerichtlichen Restrukturierung allein auf konsensualer Basis umgesetzt werden. Dazwischen steht das vor wenigen Jahren eingeführte Restrukturierungsverfahren, dass eine Durchsetzung bestimmter finanzwirtschaftlicher Maßnahmen gegen den Willen einzelner Gläubiger zulässt. Aber auch hier ist eine Zustimmung zumindest des überwiegenden Teils der betroffenen Gläubiger erforderlich. Angesichts dessen ist eine transparente und zielführende Kommunikation mit den betroffenen Gläubigern erforderlich, um diese zu überzeugen, die jeweils erforderlichen Beiträge zu leisten und damit eine erfolgreiche Sanierung zu ermöglichen.