„Er fand viel lieber, als dass er erfand“ (GKFA 14.1, 100). Dieser im Jahr 1906 von Thomas Mann auf Shakespeare[aut]Shakespeare bezogene Satz stammt aus dem EssayBilse und ich Bilse und ich. Dieses Diktum gilt auch für Thomas Mann selbst und seine Werke: Mann findet, benutzt, montiert und verknüpft mannigfach Gefundenes kunstvoll in neues ‚Gewebe‘ (textus) und schafft – neue, eigene Wirklichkeit(en). Immer wieder verarbeitet Mann dabei auch Trouvaillen aus der Antike: Textstücke, Leitmotive, Gedankenfiguren, Protagonisten von Dichtungen und philosophischen Diskursen, Gestalten aus Mythos und Religion.

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Antike

  • Hartwin Brandt

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„Er fand viel lieber, als dass er erfand“ (GKFA 14.1, 100). Dieser im Jahr 1906 von Thomas Mann auf Shakespeare[aut]Shakespeare bezogene Satz stammt aus dem EssayBilse und ich Bilse und ich. Dieses Diktum gilt auch für Thomas Mann selbst und seine Werke: Mann findet, benutzt, montiert und verknüpft mannigfach Gefundenes kunstvoll in neues ‚Gewebe‘ (textus) und schafft – neue, eigene Wirklichkeit(en). Immer wieder verarbeitet Mann dabei auch Trouvaillen aus der Antike: Textstücke, Leitmotive, Gedankenfiguren, Protagonisten von Dichtungen und philosophischen Diskursen, Gestalten aus Mythos und Religion.