Es ist bekannt, dass Thomas Mann in seinen Texten unterschiedlichste Quellen verarbeitete und dabei selbst gern, unter Berufung auf Joyce[aut]Joyce, James, von »Montage« sprach (Br III, 16). Im Unterschied zu anderen Montagen der literarischen Moderne betont Mann jedoch weder graphisch noch sprachlich die Bruchstellen zwischen montierten Textteilen, sondern verschmilzt heterogenes Material, das er sich aus Zeitungen, Zeitschriften, Sachbüchern und ›hoher‹ Literatur zusammenstellt, in seinen Texten nahezu nahtlos. Er sammelt dafür akribisch alles, was »zur ›Sache‹« des jeweiligen Werkes gehört (GKFA 19.1, 428; vgl. zum Thema ›Lesespuren‹ Jaspers/Kilcher 2020).

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Zitat und Montage

  • Franziska Stürmer

摘要

Es ist bekannt, dass Thomas Mann in seinen Texten unterschiedlichste Quellen verarbeitete und dabei selbst gern, unter Berufung auf Joyce[aut]Joyce, James, von »Montage« sprach (Br III, 16). Im Unterschied zu anderen Montagen der literarischen Moderne betont Mann jedoch weder graphisch noch sprachlich die Bruchstellen zwischen montierten Textteilen, sondern verschmilzt heterogenes Material, das er sich aus Zeitungen, Zeitschriften, Sachbüchern und ›hoher‹ Literatur zusammenstellt, in seinen Texten nahezu nahtlos. Er sammelt dafür akribisch alles, was »zur ›Sache‹« des jeweiligen Werkes gehört (GKFA 19.1, 428; vgl. zum Thema ›Lesespuren‹ Jaspers/Kilcher 2020).