Thomas Manns Werk inszeniert das Konkurrenzverhältnis von Stimme und Schrift in destruktiven, selten harmonischen Konfigurationen sprachlicher und nicht-sprachlicher Zeichen. Die temporäre, körperliche Performanz der (›dionysischen‹) Stimmen des Sprechens und Singens und non-verbale, musikalische und szenische Äußerungsformen werden mit der Dauerhaftigkeit schriftlicher, also visuell-›stummer‹ Zeichen konfrontiert. Theatralischen Repräsentationen mit starker sozialer Bindungskraft stehen die ›toten‹ Zeichen der Schrift gegenüber, deren kommunikativer Erfolg ohne gleichzeitige Anwesenheit von Produzent und Rezipient unsicher scheint.

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Schrift/Schreiben – Sprache/Stimme

  • Claus-Michael Ort

摘要

Thomas Manns Werk inszeniert das Konkurrenzverhältnis von Stimme und Schrift in destruktiven, selten harmonischen Konfigurationen sprachlicher und nicht-sprachlicher Zeichen. Die temporäre, körperliche Performanz der (›dionysischen‹) Stimmen des Sprechens und Singens und non-verbale, musikalische und szenische Äußerungsformen werden mit der Dauerhaftigkeit schriftlicher, also visuell-›stummer‹ Zeichen konfrontiert. Theatralischen Repräsentationen mit starker sozialer Bindungskraft stehen die ›toten‹ Zeichen der Schrift gegenüber, deren kommunikativer Erfolg ohne gleichzeitige Anwesenheit von Produzent und Rezipient unsicher scheint.