Dilettantismus
摘要
Der Begriff des Dilettantismus gewann Mitte des 18. Jahrhunderts eine gewisse Geläufigkeit und erlangte in der Ästhetik der Weimarer Klassik – bei Karl Philipp Moritz[aut]Moritz, Karl Philipp, Goethe[aut]Goethe, Johann Wolfgang von und Schiller[aut]Schiller, Friedrich – eine zentrale Bedeutung. Als Dilettant galt, wer ohne wirkliche Kreativität und allein aufgrund seiner Empfänglichkeit für Kunst sich fälschlich für einen Künstler hält. Während im 19. Jahrhundert diese überwiegend negative Beurteilung vorherrschte, erfuhr der Typus des Dilettanten am Ende des Jahrhunderts eine enorme Aktualisierung, woraus sich die Häufigkeit seiner Thematisierung in der Literatur um 1900 erklärt.