Als ideengeschichtliche und intellektuelle Rahmung von Thomas Manns Zugang zu Mythos und Mythologie lässt sich, wie so oft, das »Dreigestirn« (GKFA 13.1, 79) Schopenhauer[aut]Schopenhauer, Arthur, Wagner[aut]Wagner, Richard und Nietzsche[aut]Nietzsche, Friedrich in Anschlag bringen: Schopenhauers Ewigkeitsdenken (›nunc stans‹), das eine alineare und damit ›mythosaffine‹ Zeitlichkeit privilegiert – Wagners sich mit dem Nibelungen-Projekt ab 1848 verbindender ›moderner‹ Mythos im Gewande des Musikdramas – Nietzsches von Wagner beeinflusste Revision antiker griechischer Mythologie unter dem Begriffspaar ›apollinisch‹ vs. ›dionysisch‹ in der Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, unbedingt aber auch seine spätere Wagner-Kritik, die den neuen Mythos als aufgeblähte Travestie bürgerlicher Gegenwarten entlarvt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Mythos und Mythologie

  • Bastian Schlüter

摘要

Als ideengeschichtliche und intellektuelle Rahmung von Thomas Manns Zugang zu Mythos und Mythologie lässt sich, wie so oft, das »Dreigestirn« (GKFA 13.1, 79) Schopenhauer[aut]Schopenhauer, Arthur, Wagner[aut]Wagner, Richard und Nietzsche[aut]Nietzsche, Friedrich in Anschlag bringen: Schopenhauers Ewigkeitsdenken (›nunc stans‹), das eine alineare und damit ›mythosaffine‹ Zeitlichkeit privilegiert – Wagners sich mit dem Nibelungen-Projekt ab 1848 verbindender ›moderner‹ Mythos im Gewande des Musikdramas – Nietzsches von Wagner beeinflusste Revision antiker griechischer Mythologie unter dem Begriffspaar ›apollinisch‹ vs. ›dionysisch‹ in der Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, unbedingt aber auch seine spätere Wagner-Kritik, die den neuen Mythos als aufgeblähte Travestie bürgerlicher Gegenwarten entlarvt.