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Rezeption im Feuilleton

  • May Mergenthaler

摘要

Die feuilletonistische Rezeption von Friederike Mayröckers Werk folgt strukturell den wichtigsten Phasen ihrer Entwicklung als Schriftstellerin und ist von Beginn an überwiegend positiv. Wird die Autorin in den 1950er-Jahren als Teil der österreichischen Nachkriegsgeneration von Dichterinnen und Dichtern betrachtet, so gilt sie in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren als Mitglied der mit Sprache experimentierenden Wiener Gruppe. Den Durchbruch in Presse, Literaturbetrieb und literarischer Öffentlichkeit verschafft Mayröcker die Publikation von Tod durch Musen. Poetische Texte (1966) bei Rowohlt. Ab der Publikation von je ein umwölkter gipfel. erzählung (1973) im Suhrkamp-Verlag, dessen Hausautorin Mayröcker wird, bemerkt die Kritik eine Hinwendung zur Realität und eine ‚Durchdringung von Schreiben und Leben‘, die ihr den Zugang zu Mayröckers Texten erleichtert. Die kontinuierliche Publikation von Prosa- und Lyrikbänden wird von der Literaturkritik durchgehend lobend aufgenommen, und die Autorin gewinnt den Status einer von literarischen Strömungen unabhängigen, einzigartigen und unanfechtbaren literarischen Größe. Eine wachsende Zahl von Übersetzungen steigert seit einigen Jahren die Rezeption ihres Werks auch im internationalen Feuilleton.