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Tiere

  • Eleonore De Felip

摘要

Mayröckers Texte aller Schaffensperioden werden von zahlreichen Tieren bevölkert, z. B. von Hunden, Hasen, Libellen, Fliegen, Schlangen, Schafen, Rindern und Geißen, vor allem aber von Vögeln, insbesondere von Schwalben, Amseln und Nachtigallen. Nicht-menschliche Tiere sind bei Mayröcker immer diegetisch und semiotisch zugleich., d. h. einerseits führen sie in der fiktiven Welt des Textes ein tatsächliches Tierleben, andererseits sind sie immer auch zugleich Chiffren für menschliche Empfindungen und transportieren also – jenseits der spezifischen Welt des Tieres – eine Bedeutung, die sie nur für das menschliche poetische Subjekt haben. Mayröckers ‚Tier-Texte‘ eignen sich gut für eine Perspektivierung durch verschiedene Ansätze des Posthuman Turns. In ihren Trauergedichten sind Tiere (wie etwa zirrende Schwalben) oft Chiffren für einen altered state of consciousness.