Intermedialität und Plurimedialität (Bildende Kunst)
摘要
Neben der Musik ist die bildende Kunst werk- und gattungsübergreifend das wichtigste Referenzmedium Friederike Mayröckers. Ihre Texte decken ein breites Spektrum intermedialer Bezugnahmen ab. Sie reichen von thematisierenden Referenzen bis zu einem intermedialen showing, bei dem die medienspezifischen Leistungen des Bildes imitiert werden und auf Kunstströmungen wie Dadaismus und Surrealismus, Kubismus, Pointillismus oder abstrakter Expressionismus rekurriert wird. Zu diesen Überschreitungen der medialen Grenzen kommen plurimediale Medienmischungen, die aufgrund der in ihnen kooperierenden Zeichensysteme eine heterogene Werkoberfläche aufweisen und eine Poetik der Collage bzw. Bricolage verfolgen. Mayröcker setzt Sprache und bildende Kunst auch auf einer metapoetischen Ebene ins Verhältnis und entfaltet eine Poetologie des Bildes, als deren Kernelemente Theatralität, die körperbezogene Energie von Affekten und eine von Begehren geleitete gegenseitige Durchdringung von Betrachtendem und Bild gelten können.