Poststrukturalismus
摘要
Der Artikel geht den intertextuellen Spuren nach, die Mayröckers Lektüre poststrukturalistischer Autoren in ihrem Werk hinterlassen hat, sowie der Bedeutung, die der poststrukturalistischen Theoriebildung für die Rezeption ihres Werkes zukommt. Im Sinne einer Synthese der in der bisherigen Mayröcker-Forschung zur Anwendung gebrachten Begrifflichkeiten kann man einen sich zwischen Entwendung und Aneignung bewegenden Rekurs auf poststrukturalistische ‚Stile‘ ausmachen, der sich über Mayröckers ganzes Werk erstreckt, insofern als sich dieses generationsbedingt zeitgleich mit dem Poststrukturalismus und in Affinität für die bahnbrechende French Theory entwickelt. Von dieser stilistischen Warte aus lassen sich drei Merkmale hervorheben, anhand deren die spezifische Manifestation ‚poststrukturalistischer‘ Verfahren bei Mayröcker charakterisiert werden kann: Iteration bzw. Variation, Vervielfältigung und Theatralisierung.