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Surrealismus

  • Andreas Puff-Trojan

摘要

Friederike Mayröcker hat, wie sie selbst sagt, ein „Doppelverhältnis“ zum Dadaismus und zum Surrealismus. Die Nähe zur surrealistischen Poesie, Poetik und zur Malerei nimmt aber bei der Dichterin im Laufe ihres Schaffens eindeutig zu. Dabei geht es nicht um epigonale Aneignung, sondern um die Weiterentwicklung von dichterischen Verfahren. Die surrealistische Radikal-Metapher, Bretons Konzept des „Wunderbaren“, Traum-Texte und Traum-Protokolle, schließlich die Bilder von Salvador Dalí sind hier richtungsgebend. Mayröcker entwickelt surrealistische Verfahren sowohl in ihrer Lyrik als auch in ihrer Prosa weiter. Dabei kommt auch ein gewisses literarisches Pathos zum Tragen. Doch dieses Pathos steht jenseits des Erhabenen und geht stattdessen auf das Leben im alltäglichen Umfeld ein. Genau so verstanden dies die Surrealisten: Kunst ist eng verwoben mit dem Leben, so wie das Leben den Traum der Poesie widerspiegelt.