Gertrude Stein hat die Luft gemalt (2005)
摘要
Mayröckers Hörspiel Gertrude Stein hat die Luft gemalt gibt die Unterhaltung zwischen einer erzählenden Ich-Figur und der fiktionalisierten Person ‚Gertrude Stein‘ wieder. Der Text selbst ist als Monolog verfasst, der das Gespräch in Form von ausgewiesener direkter Rede referiert. Die thematische Ebene bildet eine poet(olog)ische Auseinandersetzung mit Gertrude Steins Theoremen zu Praktiken des Erzählens. Das Hörspiel wird von Friederike Mayröcker selbst stimmlich realisiert. Der Einsatz der Stimme für die akustische Vermittlung eines schriftlich generierten Prosatextes etikettiert das poetische Programm dieses Hörspiels, das in seinen Grundstrukturen an einer performativen Ästhetik ausgerichtet ist. Kennzeichnend hierfür ist die Fokussierung auf den Handlungscharakter von sprachlichen Äußerungen und deren mediale Beschaffenheit.