Pathos und Schwalbe (2018)
摘要
In Pathos und Schwalbe (2018) werden die Möglichkeiten einer aus der pathetischen Erfahrung erwachsenden dichterischen Ekstase verhandelt. Auffallend sind zahlreiche Bezugnahmen auf das Weltgeschehen, vor allem die Natur wird zum Resonanzraum einer sich über schrankenlose Ergriffenheit konstituierenden Subjektivität, die sich im ekstatischen Zustand des Außer-sich-Seins über ontologische Grenzen hinwegsetzt. In Mayröckers eigenwilligen Variationen des nature writing blitzen Blumen auf dem Wege der Dissemination im Text auf, einer Bedeutungsstreuung, die das ekstatische Potential noch kleinster Wortelemente auslotet. Durch die Assimilierung bildkünstlerischer und musikalischer Verfahren werden die Möglichkeit einer Überführung der ekstatischen Erfahrung in die Schrift erkundet. Die Möglichkeit von Text wird dabei allein durch das collagierende Verfahren offengehalten, das ein komplexes Gefüge hervorbringt, in dem Bilder-, Musik- und Textreminiszenzen miteinander verwoben sind.