Heiligenanstalt (1978)
摘要
Mit dem Band Heiligenanstalt (1978) wendet Mayröcker sich erneut einem experimentelleren Schreiben zu. Die vier Teile des Buches, in denen jeweils ein Komponist oder eine Konstellation von Komponisten im Mittelpunkt steht, sind als fragmentarische, fiktionale Metabiographien konzipiert. Sie problematisieren die biographische Referentialität von Sprache und stellen biographisches Schreiben als fiktionalisierende (Re-)Konstruktion zur Schau. Dass sich Mayröcker die großen romantischen Komponisten vornimmt und deren Leben sozusagen in Fetzen präsentiert, verleiht dem Buch die Qualität einer parodistischen Intervention in der populären und popularisierenden Biographik dieser Künstler. Zugleich präsentiert der Band alternative Herangehensweisen, welche neue Potentialitäten der Biographik erkunden und das Nachwirken der Romantik in der Avantgarde reflektieren.