Zwischen Privileg und besonderem Recht. Zum ‚feministischen Gehalt‘ von Karl L. Röslins Abhandlung von besondern weiblichen Rechten (1775/1779)
摘要
Die nachfolgenden Überlegungen beschäftigen sich mit der Abhandlung von besondern weiblichen Rechten Karl Ludwig Christoph Röslins, die, 1775 und 1779 in zwei Bänden erschienen, im Zentrum der Betrachtungen stehen. Karl Ludwig Christoph Röslin (1749–1829) war ein echter Zeitgenosse des ‚Goethezeitalters‘, studierte in den 1760er Jahren Jura in Tübingen und machte anschließend seit 1771 eine durchaus beeindruckende Karriere als Verwaltungsbeamter und -politiker, die ihn bis in die Stellung eines Oberjustizrates beim Kriminalgericht in Esslingen führte. Publizistisch ist er vor allem mit dem oben benannten Werk hervorgetreten, das sich mit der Frage, was denn „besondere Rechte“ überhaupt seien, und in diesem Zusammenhang mit den spezifischen Sonderrechten der Frau beschäftigte.