Die Fuge BWV 1080/19 ist in Bachs autographer Fassung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein bewusst als solches gestaltetes Fragment. Das ergibt sich vor allem aus der bewusst fehlerhaft gestalteten Rastrierung. Das fünfte Blatt, dem äußeren Anschein nach ein Schmierpapier, ist tatsächlich eine Musik und Bild verbindende metamusikalische Darstellung des Endes des eigenen Komponierens, die durch die Verbindung des B-A-C-H-Motivs mit der gematrischen Verschlüsselung des Namens Bach im Schlusstakt (in der Quersumme der Anzahl von 239 Takten) auf Bach selbst bezogen ist. Anlass für diese Komposition könnte eine gravierende Erkrankung im Frühjahr 1749 gewesen sein, als man mit dem Ableben Bachs rechnete.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Zusammenfassung

  • Meinolf Brüser

摘要

Die Fuge BWV 1080/19 ist in Bachs autographer Fassung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein bewusst als solches gestaltetes Fragment. Das ergibt sich vor allem aus der bewusst fehlerhaft gestalteten Rastrierung. Das fünfte Blatt, dem äußeren Anschein nach ein Schmierpapier, ist tatsächlich eine Musik und Bild verbindende metamusikalische Darstellung des Endes des eigenen Komponierens, die durch die Verbindung des B-A-C-H-Motivs mit der gematrischen Verschlüsselung des Namens Bach im Schlusstakt (in der Quersumme der Anzahl von 239 Takten) auf Bach selbst bezogen ist. Anlass für diese Komposition könnte eine gravierende Erkrankung im Frühjahr 1749 gewesen sein, als man mit dem Ableben Bachs rechnete.