Altruismus, Utilitarismus und die Selbst-Andere-Asymmetrie
摘要
Einer verbreiteten Auffassung zufolge besteht moralisches Handeln darin, zugunsten anderer zu handeln: Wir dürfen (und sind sogar besonders heldenhaft, wenn wir) eigenes Wohlergehen beliebig opfern, um das anderer zu befördern. Es erscheint bspw. moralisch unbedenklich oder gar lobenswert, wenn wir gewichtige eigene Interessen zugunsten weniger gewichtiger Interessen andere Personen zurückstellen. Utilitaristische Theorien stehen mit dieser Auffassung in Spannung. Denn diese heißen uns, stets zugunsten aller, worunter auch wir selbst fallen, zu handeln, sodass ineffiziente Wohlergehensopfer unzulässig sind. In diesem Aufsatz werden wir uns mit dieser Spannung auseinandersetzen, indem wir einerseits untersuchen, inwiefern utilitaristische Theorien mit der verbreiteten Auffassung vereinbar sein könnten, und andererseits dafür argumentieren, dass die Auffassung, moralisches Handeln sei Handeln zugunsten aller, der verbreiteten Auffassung vorzuziehen ist.