Die Verschmelzung von Raum und Zeit
摘要
Newtons Gravitationsgesetz warf die Frage auf, wie die Gravitation über die Ferne wirkt. Einen möglichen Mechanismus boten die Studien der Elektrizität und des Magnetismus Faradays, der den Begriff des Felds einführte, welchen er auch auf die Gravitation anwendete. Maxwells theoretische Betrachtungen zeigten die enge Beziehung des elektrischen und des magnetischen Felds und enthüllten, dass sich elektromagnetische Felder mit endlicher Geschwindigkeit ausbreiten, was darauf hindeutete, dass die Kraftwirkung einer elektrischen Ladung auf eine andere nicht instantan, sondern verzögert erfolgt. Aus der gefundenen Ausbreitungsgeschwindigkeit schloss Maxwell, dass Licht eine elektromagnetische Welle ist. Maxwells Gleichungen waren allerdings nicht konsistent mit dem Galileischen Relativitätsprinzip, und der hypothetische lichttragende Äther ließ sich nicht nachweisen. Daraufhin wurde die Ätherhypothese von Einstein verworfen. Einstein postulierte, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Bezugssystemen gleich groß ist. Seine daraus entwickelte Spezielle Relativitätstheorie löste die Widersprüche zwischen der Elektrodynamik und der klassischen Mechanik auf und zeigte die Äquivalenz von Masse und Energie. Raum und Zeit verschmelzen zur vierdimensionalen Raumzeit. Gleichzeitig ist relativ. Relativ ist dadurch auch die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Daraus lässt sich wiederum folgern, dass die Gesamtheit der Zeit, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gleichermaßen real sind. Diese Vorstellung wird als Blockuniversum bezeichnet.