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Die Verschmelzung von Himmel und Erde

  • Volker Knecht

摘要

Im antiken Griechenland dominierte ein geozentrisches Weltbild. Darin ruhte die Erde im Zentrum des Universums. Sie wurde von der Sonne und allen Planeten umrundet. Alle Planeten sowie die Sonne bewegten sich auf perfekten Kreisbahnen. Ein frühes System, in welchem stattdessen die Sonne von der Erde umrundet wurde – also ein heliozentrisches Weltbild – wurde verworfen. Die Gründe waren das subjektive Gefühl der Ruhe und die fehlende Sternenparallaxe. Die antiken Griechen konnten es sich nicht vorstellen, dass die Entfernungen der Sterne viel größer waren als die Ausdehnung der Erdumlaufbahn, wodurch das scheinbare Fehlen der Sternenparallaxe verständlich gewesen wäre. Um das geozentrische System mit astronomischen Beobachtungen in Einklang zu bringen, war es notwendig, die Bewegungen einzelner Himmelskörper als Überlagerung vieler Kreisbewegungen, sogenannter Epizykel, zu beschreiben. Kopernikus stellte fest, dass man die Anzahl der Epizykel auf weniger als die Hälfte reduzieren konnte, wenn man annahm, dass auch die Erde ein Planet ist und sich zusammen mit allen anderen Planeten um die Sonne bewegt. Galilei erkannte, dass Ruhe und gleichförmige Bewegung relativ sind. Kepler entdeckte, dass die Planeten sich auf Ellipsen bewegen. Newton erklärte diese Bahnen anhand seiner Gesetze der Bewegung und der Idee einer universellen Schwerkraft.