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Superdeterminismus: die Rettung der Physik oder das Ende der Wissenschaft?

  • Volker Knecht

摘要

DerSuperdeterminismus Weg zu einer Theorie der Quantengravitation wäre weniger dornenreich, wenn wir die subatomare Welt nicht als fundamental zufallsbestimmt beschreiben wie die Quantenmechanik (Kopenhagener Deutung), sondern als deterministisch, indem wir verborgene Variablen hinzunehmen. Hierzu existieren lokale und nichtlokale Varianten. Eine nichtlokale Version ist die Bohmsche Mechanik. Sie liefert im Rahmen der gewöhnlichen Messgenauigkeit die gleichen Vorhersagen wie die herkömmliche Quantenmechanik. Um die Existenz lokaler Theorien verborgener Variablen zu überprüfen, leitete John Bell eine nach ihm benannte Ungleichung für Messungen an Teilchenpaaren her. Die Ungleichung gilt, wenn drei Annahmen erfüllt sind, die als Realismus, Lokalität und Statistische Unabhängigkeit bezeichnet werden. Die ersten beiden Annahmen werden von der Quantenmechanik nicht erfüllt; die Quantenmechanik ist also weder lokal noch realistisch. In nobelprämierten Experimenten wurde die Bellsche Ungleichung immer verletzt. Daraus wurde geschlossen, dass die Quantenmechanik richtig ist. Dabei wurde angenommen, dass die Statistische Unabhängigkeit gilt. Dass diese verletzt ist, ist jedoch sehr wahrscheinlich. Dieses Szenario wird als Superdeterminismus bezeichnet. Seine „Sinnhaftigkeit“ wird unter Physikern jedoch kontrovers diskutiert. Zur Überprüfung einer „superdeterministischen Verschwörung“ wurde von Sabine Hossenfelder ein Experiment vorgeschlagen. Dessen Durchführung könnte das Tor zu einer lokalen Theorie verborgener Variablen aufstoßen und damit einen neuen Weg zu einer Theorie der Quantengravitation eröffnen.