Neuronale Grundlagen des Farbensehens
摘要
Erst mit der Entwicklung moderner Technologie wie Elektronenmikroskopie, Elektrophysiologie und bildgebende Verfahren ist es möglich, Einblick in die Vorgänge in Retina und Gehirn zu nehmen. Bestimmte Ganglienzellen in der Retina, deren Zellfortsätze zum Gehirn ziehen, zeigen Gegenfarbeigenschaften und haben mit dem Farbensehen zu tun, andere stehen im Zusammenhang mit dem Bewegungssehen oder dem Formensehen. Im seitlichen Kniehöcker des Thalamus, dem Corpus Geniculatum laterale (CGL) erfolgt die synaptische Verschaltung auf Nervenzellen, die zum primären visuellen Cortex und von dort in andere Areale der Gehirnrinde ziehen. Bestimmte Areale sind mit dem Farbensehen verknüpft und weisen sog. Doppel-Gegenfarbzellen auf, die auf Farbkontrast reagieren und sich farbkonstant verhalten. Ihr Ausfall (z. B. durch Schlaganfall) kann zu Farbenblindheit (Achromatopsie) führen.