Die Wahrnehmung der Spektralfarben
摘要
Mit Ausnahme des Regenbogens und der Farbspiele an Springbrunnen oder am Wasserfall, spielen Spektralfarben im täglichen Leben keine Rolle. Für die experimentelle Untersuchung des Farbensehens mit psychophysischen Methoden jedoch sind sie, wie schon in Abschn. 1.2 gezeigt, wichtig. Der physikalische Farbreiz, der den Versuchspersonen gezeigt wird, ist nur ein kleiner Ausschnitt des Spektrums, der in Wellenlänge und Intensität genau eingestellt werden kann. Die Versuchsperson hat im Experiment die Aufgabe eine sog. Schwellenmessung durchzuführen. Dabei wird ermittelt, wie viele Lichtquanten bei jeder Wellenlänge notwendig sind, um einen kleinen Lichtfleck auf einem dunklen oder weißen Hintergrund zu erkennen. Dies ergibt die spektrale Empfindlichkeit des Sehsystems. Bei der Frage, wie gut der Mensch benachbarte Wellenlängen gleicher (subjektiver) Helligkeit unterscheiden kann, wird der Farbton einer Spektralfarbe mit dem einer benachbarten Wellenlänge verglichen und so eingestellt, dass der Unterschied „ebenmerklich“ ist. Die Differenz dieser beiden Wellenlängen wird im gesamten Spektrum ermittelt. Die Ergebnisse beider Messungen liefern Hinweise auf die zugrunde liegenden Zapfentypen und ihre neuronale Verarbeitung.