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Die trichromatische Theorie des Farbensehens

  • Christa Neumeyer

摘要

Zu allen Zeiten hat der Mensch Farben gesehen, erlebt und gestaltet. Die Frage aber, wie und warum wir Farben sehen, gerät erst im 17. Jhd. mit Isaac Newton in den Fokus der Wissenschaft. Seine Experimente zeigten, dass „Farbe“ keine physikalische Eigenschaft des Lichts ist, sondern auf Vorgängen in Auge und Gehirn beruht. Seitdem unterscheiden wir zwischen der Physik des Lichts einerseits und der Empfindung von Farbe andererseits. Dass für das Farbensehen des Menschen drei Typen von Lichtsinneszellen verantwortlich sind, konnten berühmte Physiker in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit psychophysischen Methoden zeigen. Erst 100 Jahre später war es möglich, die Sinneszellen (Zapfen) direkt mithilfe neu entwickelter Methoden nachzuweisen und zu untersuchen. Die drei Zapfentypen unterscheiden sich im Aufbau des Eiweißmoleküls Opsin, das zusammen mit dem Retinal das Sehpigment Rhodopsin bildet. Die Absorption von Lichtquanten führt zur Änderung des elektrischen Potentials, dessen Stärke von der Anzahl der Lichtquanten, nicht aber von deren Energie abhängt. Deshalb ist jeder einzelne Zapfen „farbenblind“ und die Empfindung „Farbe“ beruht auf einem Vergleich der Erregungswerte der drei Zapfentypen in Retina und Gehirn.