Intraoperative periprothetische Femurfrakturen bei einliegender Hüft-TEP
摘要
Intraoperative periprothetische Frakturen können als eigene Entität betrachtet werden, da sich die zugrunde liegenden Mechanismen und damit verbunden auch die Morphologie deutlich von denen der nicht intraoperativen periprothetischen Frakturen unterscheiden. Hierbei kann es auch zu Frakturen kommen, die außerhalb einer Operation in dieser Form nicht existieren. Damit stößt auch das UCS für periprothetische Frakturen an seine Grenzen. Die in Kap. 4 dargestellten Grundsätze der Therapie periprothetischer Frakturen gelten ebenso für intraoperativ entstandene Frakturen. Die weitere Therapie hängt vor allem von der Verankerung der Schaftes ab: Ist dieser trotz Fraktur fest oder lässt sich ein Normalschaft trotz Fraktur fest verankern, so ist eine additive Osteosynthese in der Regel ausreichend. Ist dies nicht mit ausreichender Sicherheit der Fall, so ist die Implantation eines die Fraktur überbrückenden, längeren Schaftes nötig. Genaue Zahlen zur Häufigkeit des Auftretens solcher Frakturen sind nicht wirklich verfügbar, da zahlreiche Knochenfissuren unbemerkt bleiben und das Risiko einer solchen Fraktur von den Ausgangsvoraussetzungen abhängt (z. B. vom Patientenalter, der Knochenqualität, der gewählten Versorgungsstrategie und ob es sich um eine Primärimplantation oder einen Revisionsfall handelt).