Neben der osteosynthetischen Versorgung von periimplantären Frakturen besteht die Möglichkeit der Versorgung mit Endoprothesen oder dem Wechsel von Endoprothesen. Insbesondere im Falle von peripheren und mehrfragmentären Frakturen, bei denen eine sichere osteosynthetische Fixierung und Entlastung bis zur Frakturkonsolidierung nicht möglich sind oder die Fraktur mit einem lockeren und instabilen Implantat sowie einer schlechten Knochensubstanz assoziiert ist, sollte eine (revisions-) endoprothetische Versorgung durchgeführt werden. Weiterentwicklungen modularer Systeme und die Entwicklung von Implantaten zur Defektauffüllung bei umfangreichem Knochensubstanzverlust haben das Indikationsspektrum und die Anwendungsmöglichkeiten der Revisionsendoprothetik erweitert. Das primäre Ziel der Prothesenversorgung liegt weniger in der Rekonstruktion der ursprünglichen Anatomie durch die Frakturausheilung, sondern vielmehr in der einzeitigen Versorgung, um eine sofortige volle Belastbarkeit der Extremität und damit der Patienten wiederherzustellen. Dies gelingt durch die Wiederherstellung der Gelenkfunktion und der anatomischen Achsverhältnisse. Der wesentliche Vorteil liegt in der meist direkt möglichen Mobilisation unter Vollbelastung, die postoperative Komplikationen und ebenso die Mortalität reduzieren kann.

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Grundprinzipien der Prothesenversorgung

  • Peter Savov,
  • Henning Windhagen,
  • Max Ettinger

摘要

Neben der osteosynthetischen Versorgung von periimplantären Frakturen besteht die Möglichkeit der Versorgung mit Endoprothesen oder dem Wechsel von Endoprothesen. Insbesondere im Falle von peripheren und mehrfragmentären Frakturen, bei denen eine sichere osteosynthetische Fixierung und Entlastung bis zur Frakturkonsolidierung nicht möglich sind oder die Fraktur mit einem lockeren und instabilen Implantat sowie einer schlechten Knochensubstanz assoziiert ist, sollte eine (revisions-) endoprothetische Versorgung durchgeführt werden. Weiterentwicklungen modularer Systeme und die Entwicklung von Implantaten zur Defektauffüllung bei umfangreichem Knochensubstanzverlust haben das Indikationsspektrum und die Anwendungsmöglichkeiten der Revisionsendoprothetik erweitert. Das primäre Ziel der Prothesenversorgung liegt weniger in der Rekonstruktion der ursprünglichen Anatomie durch die Frakturausheilung, sondern vielmehr in der einzeitigen Versorgung, um eine sofortige volle Belastbarkeit der Extremität und damit der Patienten wiederherzustellen. Dies gelingt durch die Wiederherstellung der Gelenkfunktion und der anatomischen Achsverhältnisse. Der wesentliche Vorteil liegt in der meist direkt möglichen Mobilisation unter Vollbelastung, die postoperative Komplikationen und ebenso die Mortalität reduzieren kann.