Einleitung
摘要
Welche Formen und Funktionen hat das Erzählen des eigenen Todes? Wird dem fiktionalen oder dem faktualen Erzählen zugesprochen, die uneigentliche Todeswirklichkeit greifbar machen zu können? – In der Einleitung werden diese Forschungsfragen anhand von zwei Textbeispielen aufgeworfen, die sich an den Rändern der Narrativität beziehungsweise Faktizität bewegen. Arthur W. Frank schreibt (nach seinen Memoiren) einen wissenschaftlichen Text, den er als Verarbeitungsleistung deklariert, und Édouard Levé bereitet seinen Suizid in der Fiktion vor und hinterlässt statt eines autobiographischen Abschiedsbriefs einen fiktionalen Erzähltext. Die Bandbreite des Erzählens in der Konfrontation mit dem eigenen Tod legt ein weites Korpus sowie eine interdisziplinäre Öffnung für psychologische Fragestellungen nahe.