Plastische Chirurgen sind bei Patienten nach massiver Gewichtsreduktion im Rahmen postbariatrischer Operationen mit einem speziellen Komplikationsspektrum konfrontiert. Die häufigsten Komplikationen bilden hierbei Serome, Wundheilungsstörungen, Infektionen und Hämatome. Des Weiteren sind postbariatrische Eingriffe auch mit dem Auftreten von Fett- oder Hautnekrosen, einer pathologischen Narbenbildung, eines Lymphödems bzw. von Lymphfisteln, einer Thrombose/Embolie sowie chronischen Schmerzen assoziiert. Der Body-Mass-Index gilt dabei als wichtiger Risikofaktor für postoperative Komplikationen. Zudem variiert das Auftreten von Komplikationen je nach Körperlokalisation, Resektionsgewicht und dem Vorhandensein von Komorbiditäten. Nach wie vor ist die Erfassung von Komplikationen in der gängigen Literatur uneinheitlich. Somit sollte für zukünftige Studien eine homogene Erfassung angestrebt werden. Zur Minimierung postoperativer Komplikationen sollte präoperativ ein stabiles Normalgewicht angestrebt und das individuelle Risikoprofil korrekt eingeschätzt werden. Zudem ist insbesondere bei Patienten mit erhöhtem Risikoprofil eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sinnvoll. Neben einer umfassenden Aufklärung der Patienten ist eine besondere Erfahrung des Chirurgen erforderlich, um zum einen den Anspruch auf ein ästhetisch zufriedenstellendes Ergebnis mit der Minimierung des Risikos operationsassoziierter Komplikationen in Einklang zu bringen und zum anderen sicher im Umgang mit aufgetretenen Komplikationen zu sein.

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Spezielle Komplikationen bei postbariatrischen Patienten

  • Maximilian C. Stumpfe,
  • Ingo Ludolph,
  • Theresa Promny,
  • Raymund E. Horch

摘要

Plastische Chirurgen sind bei Patienten nach massiver Gewichtsreduktion im Rahmen postbariatrischer Operationen mit einem speziellen Komplikationsspektrum konfrontiert. Die häufigsten Komplikationen bilden hierbei Serome, Wundheilungsstörungen, Infektionen und Hämatome. Des Weiteren sind postbariatrische Eingriffe auch mit dem Auftreten von Fett- oder Hautnekrosen, einer pathologischen Narbenbildung, eines Lymphödems bzw. von Lymphfisteln, einer Thrombose/Embolie sowie chronischen Schmerzen assoziiert. Der Body-Mass-Index gilt dabei als wichtiger Risikofaktor für postoperative Komplikationen. Zudem variiert das Auftreten von Komplikationen je nach Körperlokalisation, Resektionsgewicht und dem Vorhandensein von Komorbiditäten. Nach wie vor ist die Erfassung von Komplikationen in der gängigen Literatur uneinheitlich. Somit sollte für zukünftige Studien eine homogene Erfassung angestrebt werden. Zur Minimierung postoperativer Komplikationen sollte präoperativ ein stabiles Normalgewicht angestrebt und das individuelle Risikoprofil korrekt eingeschätzt werden. Zudem ist insbesondere bei Patienten mit erhöhtem Risikoprofil eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sinnvoll. Neben einer umfassenden Aufklärung der Patienten ist eine besondere Erfahrung des Chirurgen erforderlich, um zum einen den Anspruch auf ein ästhetisch zufriedenstellendes Ergebnis mit der Minimierung des Risikos operationsassoziierter Komplikationen in Einklang zu bringen und zum anderen sicher im Umgang mit aufgetretenen Komplikationen zu sein.