Bruststraffungen
摘要
Die Bruststraffung (Mastopexie) stellt aufgrund ihrer Bedeutung für das weiblich-ästhetische Empfinden der Patientinnen eine wichtige Komponente der wiederherstellenden, körperformenden Eingriffe nach massivem Gewichtsverlust dar. Die typischen Veränderungen der Brust umfassen einen Volumenverlust sowie eine Brustabsenkung im Sinne einer Ptose mit resultierendem Hautüberschuss. Das Ausmaß der Ptose wird gemäß der Klassifikation nach Regnault in 3 Grade eingeteilt. Der Schweregrad der Brustdeformität wird angelehnt an die Pittsburgh Rating Scale von 1 bis 3 angegeben. Ziel der operativen Brustkonturierung ist die Anhebung der Brust durch Entfernung des überschüssigen Hautmantels sowie die Formung des vorhanden Brustdrüsengewebes unter Rekrutierung von zusätzlichem Volumen zur Wiederherstellung einer runden Brustform. Verschiedene Techniken der Hautstraffung und der Stielung des Mamillen-Areola-Komplexes kommen dabei für die Mastopexie zur Anwendung. Ein bestehender Volumenverlust kann durch lappenbasierte Autoaugmentationstechniken, wie der Ribeiro- oder LICAP-Flap, ausgeglichen werden. Alternativ besteht bei entsprechenden Voraussetzungen die Möglichkeit einer Augmentationsmastopexie durch die Einbringung von Brustimplantaten. Wegen der insbesondere bei Patientinnen nach massivem Gewichtsverlust reduzierten Hautqualität sollten für ein langfristig zufriedenstellendes operatives Ergebnis dermoglanduläre Suspensionstechniken angewandt werden, welche vor allem der Prävention einer Re-Ptose und eines Bottoming Out dienen. Angesichts der besonderen operativen Herausforderung sind eine sorgfältige präoperative Diagnostik und Wahl der passenden Operationsmethode von besonderer Bedeutung. Vor jedem Eingriff ist ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit Erläuterung der möglichen Komplikationen und Risiken zu führen. Nicht zuletzt sind neben der operativen Expertise Kenntnis und Management von Komplikationen sowie eine gute postoperative Nachsorge für das operative Ergebnis entscheidend.