Bis 1992 wurden alle Operationen der Adipositaschirurgie mittels Laparotomie, also offen durch einen Bauchschnitt, durchgeführt, was mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden war. Mit der laparoskopischen Implantation des Magenbandes wurde dann die Ära der minimal-invasiven Chirurgie in Adipositasbehandlung eingeleitet. Seitdem sind die laparoskopischen Verfahren der Standard und sie werden zukünftig wahrscheinlich von der Robotikchirurgie (roboterassistierte laparoskopische Chirurgie) als neuem Standard abgelöst. Die häufigsten operativen Techniken sind in absteigender Reihenfolge der Schlauchmagen (Sleeve Gastrectomy), der Magenbypass in Roux-en-Y-Technik (Roux-en-Y-Gastric-Bypass, RNYGB oder RYGB) und der Magenbypass in Ein-Anastomosen-Technik (One anastomosis gastric bypass, OAGB, oder auch Omega-Loop). Da der Schlauchmagen als Langzeitkomplikation einen Wiederanstieg des Körpergewichtes und eine gastroösophageale Refluxkrankheit haben kann, wird dieser dann durch intestinale Bypassverfahren (Dünndarmbypassverfahren) ergänzt. Der alleinige Dünndarmbypass ist streng obsolet. Endoskopische Verfahren per Magenspiegelung nutzen einen Magenballon, oder Nahttechniken der Magenwand, wie z. B. Overstitch, POSE (Primary Obesity Surgery Endoluminal) und ROSE (Restaurative Obesity Surgery Endoluminal), oder sind dem Magenschlauch nachempfunden, wie z. B. Endosleeve. Sie sind zwar deutlch weniger invasiv durchführbar, allerdings sind keine sicheren und belastbaren Studiendaten vorhanden. Es gilt, dass nur Verfahren, die in den S3-Leitlinien aufgeführt werden, in Deutschland eingesetzt werden dürfen.

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Operative Techniken der bariatrischen Chirurgie

  • Sylvia Weiner

摘要

Bis 1992 wurden alle Operationen der Adipositaschirurgie mittels Laparotomie, also offen durch einen Bauchschnitt, durchgeführt, was mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden war. Mit der laparoskopischen Implantation des Magenbandes wurde dann die Ära der minimal-invasiven Chirurgie in Adipositasbehandlung eingeleitet. Seitdem sind die laparoskopischen Verfahren der Standard und sie werden zukünftig wahrscheinlich von der Robotikchirurgie (roboterassistierte laparoskopische Chirurgie) als neuem Standard abgelöst. Die häufigsten operativen Techniken sind in absteigender Reihenfolge der Schlauchmagen (Sleeve Gastrectomy), der Magenbypass in Roux-en-Y-Technik (Roux-en-Y-Gastric-Bypass, RNYGB oder RYGB) und der Magenbypass in Ein-Anastomosen-Technik (One anastomosis gastric bypass, OAGB, oder auch Omega-Loop). Da der Schlauchmagen als Langzeitkomplikation einen Wiederanstieg des Körpergewichtes und eine gastroösophageale Refluxkrankheit haben kann, wird dieser dann durch intestinale Bypassverfahren (Dünndarmbypassverfahren) ergänzt. Der alleinige Dünndarmbypass ist streng obsolet. Endoskopische Verfahren per Magenspiegelung nutzen einen Magenballon, oder Nahttechniken der Magenwand, wie z. B. Overstitch, POSE (Primary Obesity Surgery Endoluminal) und ROSE (Restaurative Obesity Surgery Endoluminal), oder sind dem Magenschlauch nachempfunden, wie z. B. Endosleeve. Sie sind zwar deutlch weniger invasiv durchführbar, allerdings sind keine sicheren und belastbaren Studiendaten vorhanden. Es gilt, dass nur Verfahren, die in den S3-Leitlinien aufgeführt werden, in Deutschland eingesetzt werden dürfen.