Bei Patienten nach massivem Gewichtsverlust dient die Abdominoplastik dazu, das überschüssiges Gewebe am Bauch zu entfernen und die Kontur zu verbessern. Je nach Menge an Haut- und Fettgewebsüberschuss kommen verschiedene grundlegende Techniken in Betracht. Zu unterscheiden ist grundsätzlich die Fettschürzenresektion, bei der lediglich eine keilförmige Exzision erfolgt, um typischerweise Patienten mit höheren BMI-Werten (> 40 kg/m2) und erheblicher Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit oder chronisch-rezidivierenden schweren Hauterkrankungen zu helfen, sowie auch als Vorbereitung für bevorstehende notwendige intraabdominelle Operationen. Die verschiedenen Abdominoplastik-Techniken unterscheiden sich hauptsächlich im Ausmaß ihrer subkutanen Unterminierung und der Kombination mit verschiedenen Liposuktionsverfahren –  auch als Lipoabdominoplastik bezeichnet. Technisch ist die korrekte Planung der Schnittführung am Unterbauch von besonderer Relevanz. Dabei gilt es den Mons pubis als angrenzende anatomische Einheit mit zu berücksichtigen. Bei besonders großen Hautüberschüssen ist oftmals ein zusätzlicher vertikaler Schnitt in der Mittellinie notwendig, um den Hautüberschuss auch zur Mitte zu straffen. Dieser Eingriff wird dann als Fleur-de-Lis- oder Invers-T-Abdominoplastik bezeichnet. Die Lipoabdominoplastik hat mittlerweile einen besonderen Stellenwert in der Behandlung, da sie die ästhetische Gesamtkonturierung des Bauches und Rumpfes deutlich verbessern kann. Dabei gilt es allerdings, anatomische Grenzen, vor allem die Durchblutungsverhältnisse des Abdomens, zu berücksichtigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Umverteilung der abgesaugten Hautareale am Bauch durchaus eine mediane Schnittführung im Sinne der Fleur-de-Lis-Abdominoplastik verhindert werden kann.

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Konventionelle Abdominoplastik und Lipoabdominoplastik

  • Melodi Motamedi

摘要

Bei Patienten nach massivem Gewichtsverlust dient die Abdominoplastik dazu, das überschüssiges Gewebe am Bauch zu entfernen und die Kontur zu verbessern. Je nach Menge an Haut- und Fettgewebsüberschuss kommen verschiedene grundlegende Techniken in Betracht. Zu unterscheiden ist grundsätzlich die Fettschürzenresektion, bei der lediglich eine keilförmige Exzision erfolgt, um typischerweise Patienten mit höheren BMI-Werten (> 40 kg/m2) und erheblicher Einschränkung der körperlichen Beweglichkeit oder chronisch-rezidivierenden schweren Hauterkrankungen zu helfen, sowie auch als Vorbereitung für bevorstehende notwendige intraabdominelle Operationen. Die verschiedenen Abdominoplastik-Techniken unterscheiden sich hauptsächlich im Ausmaß ihrer subkutanen Unterminierung und der Kombination mit verschiedenen Liposuktionsverfahren –  auch als Lipoabdominoplastik bezeichnet. Technisch ist die korrekte Planung der Schnittführung am Unterbauch von besonderer Relevanz. Dabei gilt es den Mons pubis als angrenzende anatomische Einheit mit zu berücksichtigen. Bei besonders großen Hautüberschüssen ist oftmals ein zusätzlicher vertikaler Schnitt in der Mittellinie notwendig, um den Hautüberschuss auch zur Mitte zu straffen. Dieser Eingriff wird dann als Fleur-de-Lis- oder Invers-T-Abdominoplastik bezeichnet. Die Lipoabdominoplastik hat mittlerweile einen besonderen Stellenwert in der Behandlung, da sie die ästhetische Gesamtkonturierung des Bauches und Rumpfes deutlich verbessern kann. Dabei gilt es allerdings, anatomische Grenzen, vor allem die Durchblutungsverhältnisse des Abdomens, zu berücksichtigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Umverteilung der abgesaugten Hautareale am Bauch durchaus eine mediane Schnittführung im Sinne der Fleur-de-Lis-Abdominoplastik verhindert werden kann.