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Polymere und Nachhaltigkeit

  • H.-J. Endres,
  • S. Cieplik,
  • U. Schlotter,
  • S. Meyer,
  • K. Wittstock,
  • M. Susoff

摘要

Seit mehr als einem halben Jahrhundert begegnen uns Kunststoffe in vielen Bereichen des täglichen Lebens und sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Die Produktion von Kunststoffen verlief in den letzten 50 Jahren exponentiell, sodass im Zeitraum von 1950 bis 2015 insgesamt ca. 8000 Mio. t Kunststoffe produziert wurden. Mit einem Anteil von über 40 % dieser produzierten Menge gilt als größter Industriesektor dabei das Verpackungswesen. Verpackungen aus Kunststoffen sind leicht, günstig und verlängern beispielsweise die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Jedoch werden Verpackungen üblicherweise als Einwegprodukte verwendet, was die Nachfrage nach noch mehr Material nach sich zog. Andere Produkte aus Kunststoffen werden nur wenige Monate bis Jahre eingesetzt, bis sie ersetzt werden. Dies führt zu einer enormen Abfallmenge, die vielerorts auf der Welt sichtbar zu Problemen führt. Die niedrige Dichte von Kunststoffprodukten und ihre Langlebigkeit – an sich vorteilhafte Eigenschaften dieser Werkstoffklasse – verstärken die zunehmende Land- und Meerverschmutzung. Insbesondere der maritime Raum stand in den letzten Jahren bezüglich der Plastikverschmutzung vermehrt im Fokus vieler Untersuchungen. Eine Studie der MacArthur Foundation prognostizierte, dass sich bei fortlaufendem Trend 2050 die Masse an Kunststoffen in Meeren gleich der Masse an Fischen sein könnte – ein alarmierender Befund (Ellen MacArthur Foundation 2017).