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Einführung

  • S. Seiffert

摘要

Die Makromolekulare Chemie beschäftigt sich mit der Struktur, der Synthese und den Eigenschaften von großen Molekülen. Der Begriff des großen Moleküls ist nicht genau festgelegt; im Allgemeinen werden Moleküle mit Molmassen ab 1000–10.000 g mol−1 als große Moleküle bezeichnet. Ein besonderer Typus von Makromolekülen besteht aus gleichartigen Atomgruppen, sog. Wiederholungseinheiten, die durch Atombindungen (Hauptvalenzbindungen) miteinander verknüpft sind; solche Makromoleküle heißen Polymere, abgeleitet vom griechischen poly („viel“) und meros („Teil“). Nach Definition durch die IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) ist ein Polymer eine Substanz, die aus Bausteinen aufgebaut ist, die sich durch vielfache Wiederholung von konstitutiven Einheiten auszeichnen und die so groß sind, dass sich ihre Eigenschaften bei Zugabe oder Wegnahme einer oder weniger der konstitutiven Einheiten nicht wesentlich ändern. Als konstitutive Einheit oder konstitutives Strukturelement wird dabei die kleinste regelmäßig wiederkehrende Einheit bezeichnet, die den Aufbau der Polymerkette vollständig beschreibt. Demnach sind Polymere ein spezieller, sehr wichtiger Vertreter von Makromolekülen; sie bilden den Kerngegenstand des vorliegenden Buchs. Wir verwenden im Folgenden die Begriffe „Polymer“ und „Makromolekül“ synonym, was in der Polymerwissenschaft und der Makromolekularen Chemie oft üblich ist. Streng genommen ist dies aber nicht vollends sauber: Jedes Polymer ist ein Makromolekül (d. h. ein großes Molekül), aber nicht jedes Makromolekül ist ein Polymer (d. h. ein großes Molekül, das durch Verknüpfung vieler gleicher Wiederholungseinheiten aufgebaut ist).