Wem gehört der Ozean? – Eine rechtliche Einordnung
摘要
Der Ozean ist seit Jahrtausenden ein Konfliktfeld bezüglich der Rechte seiner Nutzung. Eine Vielzahl an Gesetzen wurde in den letzten Jahren verabschiedet, um Nutzungsrechte und Möglichkeiten des Schutzes festzulegen. Die Frage, ob das Meer der gesamten Staatengemeinschaft oder einzelnen Nationen gehören soll, spielt dabei eine große Rolle und spiegelt sich in erster Linie im heutigen internationalen Seerecht wider. Der Ozean gilt demnach als gemeinsames Erbe der Menschheit. Im „Übereinkommen der Vereinten Nationen über das Recht des Meeres“ (UNCLOS), das 1982 verabschiedet wurde, werden verschiedene Zonen und deren spezielle Rechte definiert: die Hohe See, Hoheitsgewässer, Ausschließliche Wirtschaftszonen (EEZ) und der Kontinentalschelf. Die Hohe See ist frei zugänglich, während Küstenstaaten in Hoheitsgewässern und den Ausschließlichen Wirtschaftszonen definierte Rechte besitzen. Das MARPOL-Abkommen zielt wiederum darauf ab, Meeresverschmutzung durch Schiffe und verschiedene Schadstoffarten zu verhindern. Das Ziel der internationalen Zusammenarbeit, die sich in derartigen Gesetzen widerspiegelt, ist die Förderung einer nachhaltigen Nutzung und der Schutz des gesamten Ozeans.