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Marine Lebensräume: Entstehungsbedingungen und Parameter

  • Corinna Hößle,
  • Holger Winkler,
  • Anja Wübben

摘要

Nicht nur der große Anteil des Ozeans an der Oberfläche unseres Planeten zeigt dessen globale Bedeutung. In vertikaler wie horizontaler Ausdehnung ist er durch viele unterschiedliche Lebensräume gekennzeichnet, deren Entstehung, Dynamik und spezifische Bedingungen durch unterschiedlichste charakteristische Prozesse geprägt sind. Dabei lässt sich die Küstenformung auf unterschiedlichen Zeitskalen beschreiben. Zum einen führt das Zusammenwirken von Erde und Mond zum Wechsel der Gezeiten. Etwa alle 6 h erfährt der Überflutungsraum gravierende Veränderungen. Aus „trocken“ wird „überflutet“ und umgekehrt – mit allen Konsequenzen für seine Bewohner! Auch hinsichtlich der Sedimentablagerungen haben die Gezeiten einen formenden Einfluss; so entstehen im Flachwasser durch das Zusammenspiel von Strömungsbedingungen und bestimmen Sedimentgrößen die charakteristischen Wellenmuster, die Rippel. Andererseits spielt sich die Bildung und Ausformung der Dünenlandschaft im Küstenbereich auf einer größeren Zeitskala ab. Die Bedingungen im offenen Ozean wiederum sind durch horizontale und vertikale Strömungssysteme gekennzeichnet. Die vertikalen Strömungen werden durch Gradienten der Temperatur und der Salzkonzentration angetrieben. Bei dieser thermohyalinen Zirkulation sinkt im Nordpolarmeer kaltes Wasser an den Meeresgrund, bewegt sich dort, während es mit Nährstoffen angereichert wird, als kaltes Tiefenwasser in Richtung Äquator, um dort nährstoffreich an die Oberfläche aufzusteigen. Dort aufgewärmt strömt es in Richtung des Nordpols zurück. Der sich vollziehende Klimawandel führt zur Abschwächung dieser Gradienten und wird im schlimmsten Fall die lebenssichernden Strömungen zum Stillstand bringen.