错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

„Da habe ich mich gefreut über jede Blüte, jede Blume“. Sarah Kirschs Gedicht Der Maler Albert Ebert im Licht von Gerhard Wolfs Ebert-Portrait Wie ein Leben gemalt wird (1974)

  • Sophia Wege

摘要

In dem Gedicht Der Maler Albert Ebert beschreibt die Dichterin den Hin- und Rückweg zum Atelier des Künstlers in Halle an der Saale. Kirschs Interesse an der Stadt, an der Persönlichkeit des Malers und dessen Gemälden wird kultur- und kunstgeschichtlich kontextualisiert. Als aufschlussreich erweist sich hierbei ein Sachbuch von Kirschs Mentor Gerhard Wolf, in welchem dieser Leben und Werk des Künstlers porträtiert. Kirsch und Wolf einte die Begeisterung für Eberts alltagsnahe und zugleich poetische Darstellung von städtischem Leben, Mensch und Natur. Eberts an Henri Rousseau geschulte Malerei entzog sich den programmatischen Vorgaben des sozialistischen Realismus und dürfte daher wegweisend für die Lyrikerin gewesen sein, die in ihren Hallenser Jahren auf der Suche nach einer naturnahen Bildsprache war und sich vom doktrinären Kunstverständnis der DDR emanzipierte. Mit dem Band Zaubersprüche verließ Kirsch den Bitterfelder Weg und begann, wohl auch geprägt durch Ebert, ihren eigenen zu gehen.