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Desinfektion und Sterilisation von Anlagen

  • Siegfried Ripperger,
  • Kai Nikolaus

摘要

Nach einer Reinigung sind die inneren Oberflächen einer Anlage nicht frei von Keimen. Bei hygienischen oder sterilen Prozessen sind weitere Maßnahmen notwendig, die die Keimanzahl vermindern. Eine Keimreduktion wird mit einer Desinfektion (Keimreduktion um den Faktor 105) oder Sterilisation (Keimreduktion um den Faktor 106 bis 107) erreicht. Dazu werden Chemikalien wie Halogene (z. B. Natriumhypochlorit), starke Oxidationsmittel (z. B. Wasserstoffperoxid, Peressigsäure, Ozon), Tenside (z. B. quartäre Ammoniumverbindungen) oder Säuren und Laugen eingesetzt. Die dabei entstehende Rückstandsproblematik macht ein kontrolliertes Ausspülen der Anlage notwendig. Dieser Aufwand kann vermieden werden, wenn anstatt eines chemischen Desinfektionsmittels Hitze in Form von Wasserdampf oder Heißluft zur Sterilisation zum Einsatz kommt. Die notwendigen Sterilisationsbedingungen (z. B. Konzentration, Temperatur) zur Reduktion der Keimanzahl können über die Sterilisationskinetik abgeschätzt werden. Die wirtschaftliche Bewertung des Sterilisationsverfahrens ergibt sich über die notwendige Wirkdauer bis zum Erreichen einer bestimmten Keimreduktion, aber auch über die Materialverträglichkeit. In der Regel wird durch eine Validierung des Sterilisationsverfahrens nachgewiesen, dass das gewünschte Sterilisationsergebnis (z.B. nach dem 12D-Konzept) sicher erreicht wird.