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Zusammenfassung

  • Tino Schmidt,
  • Matthias Schmidt

摘要

Ausgangspunkt des Werkes ist die Frage, inwieweit Wissen objektiv begründbar ist und inwieweit unsere Aussagen in ihrem Anspruch als wahr zu gelten, einen Bezug zu einer unabhängig von unserem subjektiven Erleben gegebenen Welt notwendig voraussetzen müssen. Insgesamt soll gezeigt werden, dass jeder Wahrheitstheorie korrespondenztheoretische Annahmen (d. h. Wahrheit ist Übereinstimmung einer Aussage bzw. eines Gedankens mit der Wirklichkeit) in irgendeiner Weise zugrunde liegen müssen, dass jedoch jede Form der Korrespondenztheorie NOTWENDIG entweder zu in sich widersprüchlichen Systemen führt (v. a. Kant, Fichte, Hegel, Aristoteles und Popper) oder zu sich abkapselnden Doktrinen, die per se nicht falsifizierbar sind (Thomas von Aquin, die Stoiker, Platon, Wittgenstein, Habermas). Schlussfolgerung: Da jede Wahrheitstheorie implizit korrespondenztheoretische Grundannahmen beinhaltet, weist jedwede Theorie der Wahrheit entsprechend eine Lücke in ihrer Begründung auf. So wird gezeigt, welche Grundannahmen einer Wahrheitstheorie zu welchen theoretischen Leerstellen in ihrer Begründung führen. Abschließend wird erörtert, inwiefern sich diese Begründungsprobleme auf eine gemeinsame Wurzel innerhalb unseres begrifflichen Denkens zurückführen lassen. Hierzu wird gezeigt, dass die von uns erstellten Begriffe nicht mit dem Außerbegrifflichen der Wirklichkeit, sondern mit einem „vorbegrifflichen Etwas“ korrespondieren. Wir setzen mit unserem Denken zwar stets voraus, dass unsere Begriffe Abbilder oder zumindest symbolische Formen für das durch sie abgebildete Wirkliche sind. Aber unsere Begriffe stehen von vornherein in keinerlei Beziehung zu irgendeinem Wirklichen. Sie korrespondieren allein mit einer vorbegrifflichen Grundlage unseres begrifflichen Denkens. irklichkeitsvorstellungen beruhen demzufolge nicht auf einer „Negativität“ des Begrifflichen selbst, wie sie sich in der gegeneinander definierenden Begriffsbestimmung von These und Antithese wiederfände. Sie beruhen auf der Herstellung eines vorbegrifflichen Positiven im Prozess des Denkens selbst. Dieses vorbegriffliche Positive entwickelt unser Denken in der Auseinandersetzung mit der Negativität der begrifflichen Bestimmung. Unser Denken muss ein vorbegriffliches Positives entwickeln, um überhaupt Begriffe von „Etwas“ hervorbringen zu können. Auf dieser Grundlage wird das Ziel philosophischen Denkens neu darin formuliert, jenes vorbegriffliche Element in unserem Denken zu entschlüsseln, das uns die Welt des begrifflichen Denkens einerseits erst eröffnet, doch uns andererseits die Wirklichkeit NUR als idealisierte begriffliche Vorstellung denkbar macht. Hierzu wird abschließend ein neuer Ansatz hierzu vorgestellt.