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Ausblick

  • Hans Rudolf Heinimann,
  • Alfred Teischinger

摘要

Der Wandel, in den wir eingebettet sind, ist ein Tummelfeld verschiedener Ideen und Überzeugungen, deren Spektrum einerseits durch Ideologien und andererseits durch wissenschaftliche Erkenntnisse geprägt ist. In diesem Kapitel geht es vor diesem Hintergrund darum, die wichtigsten Einsichten einzuordnen und mögliche Folgen für die Forst- und Holzwirtschaft zu skizzieren. Eine erste Einsicht betrifft Leitbilder, von denen wir erwarten, dass sie Handlungen in eine bestimmte Richtung lenken. Sie sind allerdings oft vage, vieldeutig und in ihrer Wirksamkeit begrenzt. Eine zweite Einsicht betrifft die Rahmenbedingungen für die Holznutzung und die Waldeigentümer, die mit grossen Unsicherheiten verbunden sind. Bei der dritten Einsicht geht es um ein konfliktreiches Spannungsfeld zwischen der Holznutzung, dem Schutz der Biodiversität und den zunehmenden Risiken für die Waldbestände als Folge veränderter Wetterextreme. Die vierte Einsicht sieht in der Holzwirtschaft ein grosses Potenzial, zu einer Bioökonomie beizutragen, was allerdings eine höhere Wiederverwertung und -Verwendung von Holz sowie ein wesentlich höheres Volumen an sägefähigem Rundholz bedingte. Daraus ergeben sich einige Folgerungen für das zukünftige Handeln. Insbesondere geht es darum, die Aktivitäten im Umgang mit dem Klimawandel nicht nur auf die Schadenverhinderung (1,5° Ziel) auszurichten, sondern vor allem auf Verminderung der Schäden und auf effektive Interventionen nach einem Ereignis. Für die Waldbewirtschaftung bedingt dies neue, risikoorientierte Konzepte und Strategien für die Waldbewirtschaftung und die Bewältigung von Waldschadenkrisen, inklusive des Ausbildens von Resilienz in Waldlandschaftssystemen.