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Dilemmata einer zukunftsfähigen Entwicklung

  • Hans Rudolf Heinimann,
  • Alfred Teischinger

摘要

Es existiert eine beträchtliche Lücke zwischen dem Anspruch an den Umgang mit der Nachhaltigkeits- und Klimawende und dem effektiv Erreichten, die sich aus Problemen des öffentlichen Handelns ergeben. In diesem Kapitel geht es darum, einige Phänomene, die öffentliches Handeln behindern oder sogar verunmöglichen, aus dem Blickwinkel der Forst- und Holzwirtschaft zu beleuchten. Eine erste Gruppe von Phänomenen umfasst die grundlegenden Vorstellungen und Überzeugungen, was wir unter „Natur“ verstehen, was für die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen einen enormen Einfluss hat, und zu Konfliktfeldern führt, beispielsweise zwischen „bedrohter" und „rationaler“ Natur. Eine zweite Gruppe von Phänomenen lässt sich auf der gesellschaftlich-politischen Ebene einordnen. Wir leben in einer Zeit des Interessenpluralismus, bei dem es eine Vielfalt von Weltanschauungen gibt, welche untereinander oft nicht kompatibel sind und zu Konflikten führen. Mit dem Entstehen der öffentlichen Mitwirkung entstanden zudem eine Reihe von Vetorechten, mit denen sich auch Handlungen von Waldeigentümern verzögern oder sogar verhindern lassen. Auf der taktischen Ebene, dem Erstellen von Gütern und Dienstleistungen, gibt es eine Reihe von Phänomenen, welche das Handeln dämpfen, beispielsweise das Konzept der Multifunktionalität, der Diskurs um konkurrierende Waldbausysteme oder auch ökoromantische Vorstellungen, wie Produktionssysteme gestaltet werden sollten.